giovedì 28 febbraio 2013

Ensemble Phoenix Basel in concert

Ensemble Phoenix Basel                                                    logo phoenix  
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PERSEPOLIS

Freitag, 1. März 2013, Dampfzentrale Bern
Samstag, 2. März 2013, IGNM Zürich, Kunstraum Walcheturm
Sonntag, 3. / Montag, 4. März 2013, Gare du Nord Basel

Iannis Xenakis (1922-2001): "Thalleïn" für Ensemble (1984)
Jannik Giger (*1985): "CLASH" (2012/13, UA) 
Thomas Bruttger (*1954): "Klang-Momente" für Ensemble (2009-2011)
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Iannis Xenakis: "Persepolis" für Tonband (1971)

Jürg Henneberger: Leitung
Christoph Bösch: Flöte 
Toshiko Sakakibara: Klarinette
Petar Hristov: Oboe 
Lucas Rössner: Fagott
Heiner Krause: Horn
Jochen Weiss: Trompete
Michael Büttler: Posaune  
Samuel Wettstein: Klavier/Keyboard
Daniel Buess: Schlagzeug 
Daniel Stalder: Schlagzeug  Friedemann Treiber: Violine
Wojciech Garbowski: Violine
Jessica Rona: Viola 
Beat Schneider: Violoncello  Aleksander Gabrys: Kontrabass
Thomas Peter: Elektronik
  
Thalleïn gehört zu den elektrisierendsten Ensemblestücken von Iannis Xenakis, und zwar aufgrund der Vielzahl klanglicher Ideen, die sich eher spielerisch als "berechnet" aufreihen. Das hat auch damit zu tun, dass Xenakis in diesem für die 14 Instrumente der London Sinfonietta komponierten Stück auf eine formale Grundidee zu verzichten scheint, die dann mit höchster mathematischer - und emotionaler - Präzision, ja fast Gewalt umzusetzen wäre. Hier wirkt vielmehr das Prinzip, das Xenakis mit dem Titel des Stücks enthüllt: Thalleïn, nämlich Knospen oder Hervorspriessen. Damit ist sowohl ein Form- wie auch ein Klangprinzip bezeichnet, dem man sich hörend auch überlassen kann, ohne auf die in Xenakis' Musik so prägende "Algorithmik der Ideen" übermässig zu achten.
Thomas BruttgersKlang-Momente setzen sich aus 9 Stücken für 8 Instrumentalisten zu einem etwas mehr als halbstündigen Panorama zusammen, gebildet aus unzähligen kleinen Klang- und Spielmomenten. Es entstand in den letzten zwei Jahren für das Freiburger Ensemble Aventure, wobei die Charaktere der momentan neun Teile fortlaufend hinzukamen und möglicherweise noch keine abgeschlossene Form angenommen haben.
Mit dem Auftrag an den jungen Basler Komponisten Jannik Giger programmiert das Ensemble Phoenix auch ein Überraschungsmoment in das Xenakis-Konzert. Ungewöhnlich ist dabei weniger, dass der Musiker sich in mehreren Genres und Medien (Film, Installation, elektronische Musik etc) betätigt, sondern eher, dass er sich darin noch der strengen Formsuche klassischen Komponierens unterwirft und einen entsprechenden - oder widersprechenden! - Kompositionsauftrag annimmt.
Zu den avantgardistischen, multimedialen Gesamtvisionen gehört Iannis Xenakis Persepolis, oder genauer Polytope de Persépolis, das im August 1971 in den iranischen Persepolis-Ruinen am Shiraz-Festival mit riesigem Aufwand produziert wurde. Wie in allen Polytopes von Xenakis (Polytope de Cluny, Polytope de Montréal) stellt sich die Frage nach dem realen oder historischen Ort ebenso unvermeidlich wie jene nach der Vereinigung von projektierten, inszenierten und imaginierte Räumen von Licht und Klang. Vor diesen Fragen bleibt aber offen, ob und wie sich die Polytopes an anderen Orten und in anderen Kontexten noch angemessen aufführen lassen.
Das einstündige Nachtkonzert, das sich dem Abendprogramm anschliesst, wird ohne Zweifel aufweisen, dass sich das 8-kanalige Tape-Stück mehr als vierzig Jahre nach der Uraufführung und tausende Kilometer von der iranischen Wüste entfernt vielleicht historisch, aber kein bisschen alt anhört.
  
22. 2. 2013: Ensemble Phoenix Basel-Trio 

ARS NOVA, SWR, Ravensburg (D), Waaghaus, Schwörsaal, 20.00 Uhr  

Jürg Henneberger: Klavier 
Christoph Bösch: Flöte
Daniel Buess: Schlagzeug

Manos Tsangaris (*1956)
Drei Orte
für Flöte, Klavier, Schlagzeug und mobile Lautsprecher (1998)

Earle Brown (1926-2002)
Hodograph I
für Flöte, Klavier/Celesta und Schlagzeug (1959)

Georg Katzer (*1935)
Odd and Even
Trio für Flöten, Schlagzeug und Klavier (2003)

Samir Odeh-Tamimi (*1970)
Li-Umm-Kámel
für Flöte/Piccolo, Klavier und Schlagzeug (2004)

Morton Feldman (1926 - 1987):
Why Patterns? (Instruments IV)
für Flöte, Klavier und Glockenspiel (1978)   


Vorschau:

24. 03.2013 London, Southbank (London Ear Festival)
25. 03.2013 Cambridge, St. John's College (promoted by Kettles Yard)
Moosbrugger, Pritchard, Kyburz, Furrer-Münch 


29. 03.2013
Krems Klangraum
Haas, Ferrer-Münch, Moosbrugger, Roth 

Ensemble Phoenix Basel Website
United Phoenix Records
Gare du Nord Basel
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